Heute geht es nur noch auf die Heimreise.

Aber einen letzten Blick ans Deutsche Eck genehmige ich mir noch, weil das Licht heute morgen besser ist.
Dann radel ich zum Bahnhof, und erwische einen Zug früher, der jedoch fast eine Stunde Verspätung hat. Im Endeffekt nützt es mir nichts, schadet aber auch nicht.

Der Rest der Heimreise verläuft erfreulich ereignislos, und ich komme pünktlich in Nürnberg an.
Hier ist jedoch viel los. Graffelmarkt, Mammutmarsch und Fußballspiel.

Die letzte Übernachtung war die “individuelle” dieser Tour.
Irgendwie ist immer eine dabei, die besonders ist.

Aber egal, das Frühstück ist in Ordnung, und so starte ich wieder, in der Hoffnung heute trocken zu bleiben. Was auch geklappt hat.

Ich sammle die letzten Information ein, verpasse die eine Abzweigung zur letzten Multi-Station und muss entsprechend umdrehen.

Bei Sonnenschein rechne ich und erhalte plausible Koordinaten. Auf den Weg zu diesen kann ich auch noch die letzte LBH-Station besuchen, und wieder kommen schlüssige Koordinaten heraus.

Und kurz darauf weis ich auch, das hat alles gepasst. Nach über 700km stehe ich an der finalen Dose und schreibe mein Log.

Doch noch ist die Tour nicht ganz zu Ende. Noch muss ich durch Koblenz hindurch ans Deutsche Eck.

Um 15:50 habe ich dann dieses erreicht, die Mosel fließt in den Rhein, meine Reise ist zu Ende.

Heute morgen muss ich zu erst zum Bäcker. Denn in der Unterkunft gab es kein Frühstück, oder man wollte nicht.

Aber ich will Kaffee.
Und dann bin ich auch schon bald wieder auf dem Radweg, und mäander an der Mosel dahin. Auch heute regnet es wieder, teilweise auch so richtig. Jedenfalls werde ich nass, und versuche lediglich mir die Kälte vom Hals zu halten.
Gerne hätte ich mir das ein oder andere Städtchen näher angesehen, aber so ist das nicht drin, und ich radel lieber weiter.

Nur in Trier mache ich eine kleine Pause, weil es der Regen auch tut. Und die Porta Nigra ist natürlich Pflicht.

Die Navigation ist nicht weiter schwierig. Eher irreführend. Denn was Luftlinie nur 5km sind, können auf dem Weg auch das vierfache sein.

Aber irgendwann nähere ich mich trotzdem jeder Station, und werde dort auch immer fündig.

Der heutige Tag sieht leider nicht so gut aus.

Ich starte wieder so früh wie möglich, sammle ein paar Werte und finde wieder einen Radweg, der alsbald schon nach Metz beschildert ist. So was kennt man aus Deutschland ja eher weniger.

Die Windjacke kann leider nicht in der Tasche bleiben, die Temperaturen gehen einfach nicht richtig nach oben. Sogar im Gegenteil, irgendwann fängt leichter Nieselregen an.

Metz erreiche ich aber noch trocken, besichtige das Deutsche Tor und fahre zur Kathedrale, wo ich Kasimir treffe, der mich den restlichen Weg begleiten wird.

Dann fängt es aber noch richtig das Regnen an, und hört für heute auch nicht mehr auf.

Auf einer Brücke über die La-Moselle mache ich fast einen Abflug. Gerade noch kann ich mit Beinen und einem Arm den Sturz verhindern. Reichlich erstaunt suche ich nach der Ursache. Diese ist aber bald gefunden.
Irgend ein Profi hält es wohl für eine gute Idee, den Radweg vollflächig mit Metallplatten zu belegen. Die sind bei Nässe aber fast wie Schmierseife.

Erstmal Unterkunft suchen, bevor ich Frankreich am späteren Nachmittag verlasse, und über Luxemburg dann schon wieder in Deutschland lande.

Morgens ist es noch ordentlich kühl, und da ich sofort 200hm zu vernichten habe, braucht es die winddichte Jacke.

Recht schnell finde ich einen Radweg auf einer alten Bahntrasse, der sich wunderbar fahren lässt, wie es eigentlich immer ist. Außerdem kann ich mir weitere Werte an der Mosel entlang notieren.

Etwas später muss ich dann durch welliges Gelände und über Straßen dahin fahren, bevor ich auf den Canal-des-Vogues stoße. Hier läuft der Weg in sehr ruhiger Gegend, man hört nur selten irgendwelchen Verkehr, und vor allem auf bestem Asphalt dahin.
Noch einmal zum Canal-de-jonction-de-Nancy überwechseln, und quasi genau am Quartier in Nancy ankommen. So dürfte es weiter gehen.